Worte des Monats

          

 

Still sitzen
Nichts tun
Der Frühling kommt
Das Gras wächst

 

Aus dem Zen-Buddhismus

 

 

L I T E R A T U R

                            EMPFEHLUNGEN

Solange uns die Pandemie das Leben erschwert, füge ich jeden Monat ein, wo es sich ergänzt, auch zwei Bücher hinzu; ggf. mit kurzer Einführung. Der Schwerpunkt liegt auf den häufig vergessenen Kleinoden - oft mit Bezug auf das Leben mit der Natur im Jahreslauf. Einige werden immer mal wieder nachgedruckt wie die ersten Bücher, andere finden Sie / findet Ihr eher in Bibliotheken oder dem Gebrauchtbuchhandel. In diesen Zeiten mit eingeschränkten Kontakten und Verunsicherung erscheint mir zu Beginn besonders geeignet:

Christiane Ritter

Eine Frau erlebt die Polarnacht

Mit 8 Aquarellen und 25 Federzeichnungen

Ullstein Sachbuch, 11. Auflage, Frankfurt a.M. 1992

 

Nigel Hinton

Im Herzen des Tals

dtv Verlagsgesellschaft, Reihe Hanser, 15. Auflage 2020

Ein Jahr im Leben der Heckenbraunelle in einem kleinen englischen Tal.

„Hinton beschreibt dieses Leben eines Vogels poetisch, liebevoll, unsentimental und erinnert uns an den Zusammenhang von Mensch, Natur, Tier. Es ist eines der schönsten und liebevollsten Bücher, die ich je gelesen habe.“ Elke Heidenreich im Buchtipp für WDR 2

 

Nicht nur der Frühling naht. Auch der Valentinstag als Tag aller Liebenden naht. Zwei gegensätzliche Liebeserfahrungen - eine als Roman und eine autobiographische Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen in Briefform - , sprachmächtig und spannend geschildert, stelle ich als Nächstes vor:

Birgit Vanderbeke

Alberta empfängt einen Liebhaber

 Piper Verlag, München, Neuauflage 2013

 

&


Marianna Alcoforado

Portugiesische Briefe

Übersetzt von Rainer Maria Rilke

Europäischer Literaturverlag 2011 oder Verlag Dearbooks, 1. Auflage 2012

Die fünf Liebesbriefe der beeindruckenden portugiesischen Nonne Marianna Alcoforado erzählen von einer unerfüllten Liebe, von Verrat und Verlassensein sowie der Auseinandersetzung hiermit, mit der sie sich schließlich aus ihrem Leid befreit. Ihre Sprache wie auch ihre mutige Haltung berühren noch nach über 350 Jahre.

Rilke erfuhr von den Briefen, weil der ehemalige Liebhaber Marianna Alcoforados diese auf Festen zum allgemeinen Amüsement vorgelesen hatte. So gelangten die Briefe in Umlauf und wurden über die Jahrhunderte weitergegeben.